192 Mozart, ein Mitglied der Loge„zur wahren Ein ſte tracht“, unter den Eingeweihten als eifriger Maurer be— m kannt, komponirte für das Eröffnungsfeſt der neuen Loge un die„kleine Freimaurerkantate“, die letzte Arbeit, welche er vollendete!*) ch Die gelungene Aufführung des Muſikſtücks, der Ar große Beifall, den die Brüder ihr ſpendeten, regten S ſeinen Geiſt auf, verliehen ihm friſche Elaſtizität; er ve wurde munterer, die Schwermuth ſchien ihm Lebewohl ge⸗ m 1 ſagt zu haben. Dieſer glücklichen Veränderung froh, glaubte Kon⸗ ſck In der„Viener Zeitung“ von 25. Jänner 1792 lieſt ch man folgende Ankündigung:„Verehrung und Dankbarkeit gegen zů den verewigten Mozart veranlaßten eine Geſellſchaft Menſchen⸗ freunde die Herausgabe eines Werkes dieſes großen Künſtlers zum ke Vortheile ſeiner hilfsbedürftigen Witwe und Waiſen anzukündigen— 9 eines Werkes, das man billig ſeinen Schwanengeſang nennen al kann, das er mit der ihm eigenen Kunſt bearbeitet und deſſen
Aufführung er zwei Tage vor ſeiner letzten Krankheit im Kreiſe
ſeiner Freunde ſelbſt dirigirt hat. Es iſt eine Cantate auf die Einweihung einer Freimaurerloge in Wien, deren Vorte die Ar⸗ gt beit eines Mitgliedes derſelben ſind.“— Die Partitur mit dem
Originaltert erſchien in Vien bei Joſ. Hraſchanſty, unter dem B Litel:„Mozart's letztes Meiſterſtück“, eine Cantate, ge⸗ de
geben vor ſeinem Tode im Kreiſe vertrauter Freunde. Später, 5 nach Aufhebung der Freimaurerlogen, wurde der Muſik ein Text: 3 „Das Lob der Freundſchaft“ unterſchoben. V


