Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ſagte mit Gefühl:„Erlauben Sie der künftigen Niéce,

Ihnen die verwandſchaftliche Huldigung darzubringen.“

Der alte Herr geſtattete den Handkuß nicht, ſondern zog ſie an ſich, küßte ihr die Stirne und ſagte:

„Ich begrüße Sie als Niece! Wenn ich jedoch aufrichtig ſein ſoll, muß ich bekennen, daß Sie mir als Kammerjungfer Fanny viel reizender erſchienen.“

Nach dieſem, im ſcherzhaften Tone gemachten Ge⸗ ſtändniſſe ſchied er.

Zwei Tage darauf erhielt Scipio von dem Oheim

ein Schreiben folgenden Inhalts: „Mein Herr Neffe!

Die briefliche Anzeige von Deiner bevorſtehenden Verlobung mit der Baroneſſe von Helm iſt uns zugekom⸗ men. Ich gebe Dir meine Einwilligung zu dieſer Verbin⸗ dung, obwohl ſie weder in meinem noch in Deiner Tante Wunſche lag.

Letztere iſt zu einer Ausſöhnung nicht zu bewegen und legt auch meinem guten Willen Feſſeln an. Um Dich jedoch zu überzeugen, daß ich perſönlich keinen Groll hege, wirſt Du am Tage Deiner Verlobung die Schenkungs⸗ Urkunde über meine Beſitzung bei Gloggnitz erhalten.