Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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44 die Marter genießen, meinem Nebenbuhler Dienſte zu leiſten!“ „Dafür bleibt Ihnen das ſchöne Bewußtſein: edel gehandelt zu haben; genügt Ihnen das nicht „Herrliche Baroneſſe! ich bin ein Eroberer im Reiche der Liebe; kein Eroberer aber geht, mit dem ſchönen Be⸗ wußtſein einer edeln Handlung ſich begnügend, an einer Feſtung vorüber.“ „Scherz bei Seite, Herr Direktor!“ „Meinethalben, Scherz bei Seite! fahren Sie fort.“ „Mein Gott! ich ſoll fortfahren, und habe ja noch gar nicht begonnen.“ „Wie? Sie haben noch nicht begonnen zu lieben,. und behaupten doch, daß Ihr Herz ſchon vergeben ſei?“ „Sie ziehen die Liebe gewaltſam in's Geſpräch.“ „Meine Ungeduld möge mich entſchuldigen.“ „Werden Sie es mir glauben, Herr Direktor, wenn ich Sie verſichere, daß ich einen Mann liebe, den ich nur einmal und da nur unbemerkt und flüchtig ſah?“ „Warum ſoll ich das nicht glauben? Mein Freund Mozart erzählte mir in allem Ernſte, er kenne einen jun⸗ gen Mann— deſſen Namen nannte er freilich nicht— der ſich in eine ſingende Stimme verliebt hat.“ O! über die Plauderhaftigkeit der Männer! dachte das Fräulein, und laut entgegnete ſie:„Der junge Mann,