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„Da haſt Du den Stich!“ lachte Mozart.„Jetzt
aber, Stanzerl, lies!“ Madame Mozart begann laut zu leſen: „Der Magiſtrat der k. k. Haupt⸗ und Reſidenzſtadt n
Wien, will ihn Herrn Wolfgang Amadeus Mozart, auf ſein bittliches Anſuchen, dem dermaligen Herrn Kapell⸗ meiſter Leopold Hoffmann bei der St. Stephans⸗Dom⸗
kirche dergeſtalt und gegen dem adjungirt haben, daß er
ſich durch einen hierorts einzulegen kommenden bündi⸗ d gen Revers verbindlich machen ſolle: daß er gedachtem
Herrn Kapellmeiſter in ſeinem Dienſte unentgeldlich an die Hand gehen...“
„Halt, Stanzerl!“ unterbrach Mozart die Vor⸗ leſerin;„ſag' mir doch, iſt das„unentgeldlich“ nicht mit Frakturbuchſtaben geſchrieben?“ ſ
„Nein, es iſt bloß unterſtrichen.“
„Wahrſcheinlich ein Verſehen vom Kanzelliſten;
das„unentgeldlich“ wird dem Bittſteller gewöhnlich mit 9 Frakturſchrift unter die Naſe gerieben... doch lies weiter.“
Konſtanze fuhr fort zu leſen:.
„unentgeldlich an die Hand gehen, ihn, wenn er 2 ſelbſt nicht erſcheinen kann, ordentlich ſuppliren, und in dem Falle dieſe Kapellmeiſtersſtelle erlediget werden wird, ſich mit dem Gehalt und allem dem, was der Magiſtrat


