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Everl blieb immer Everl, ob daheim oder im gräfli⸗ chen Hauſe, ſie blieb ſich konſequent; ihre dicke Freundin jedoch begann ſich zu ariſtokratiſiren, der Name Hannerl wurde aus dem Repertoire ihres Lebens geſtrichen und Johanna an deſſen Stelle geſetzt.
Wehe, wehe dem, der ſie an die Hannerl erinnert hätte.
So finden wir beide am Brunnen.
„Herrgott! hat's heut' wieder eine Hitz!“ ſo die Everl.
„Redeſt Du ſchon wieder in einem ſo ordinären Ton?“ ermahnte die Andere.
„Ich vergeß' mich immer.“
„Zu Deinem Schaden, Du wirſt's noch erfahren! Du willſt doch nicht immerfort Extramädchen bleiben wollen, Everl?“
„Ach, Johanna, wenn der Gärtner kein Schlankel geweſen wäre.“
„Denk' an den Treuloſen nicht! nimm Dir ein Bei⸗ ſpiel an mir und lerne verachten!“
„Ich hab' ihn aber ſo ſtark geliebt.“
„Du wirſt einen Andern finden und wieder lieben.“
„Du haſt recht; wenn man ſieht, wie es um unſere ſchiefe Kammerjungfer zugeht, braucht unſereins nicht zu verzweifeln.“
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