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ticken oder arbeiten die Händen, ſo fangen auch ſchon die Zungen zu waſchen an.
Beim Waſchen ſcheint das naſſe Element auch auf den Redenfluß befördernd einzuwirken.
Die beiden Mädchen am Brunnen, die Putzwäſche⸗ rin und das Extramädchen des Hauſes, waren„dicke“ Freundinnen in des Wortes figürlicher und nichtfigürlicher Bedeutung.
Beide nannten die Landſtraße— eine Vorſtadt Wiens— ihren Geburtsgrund, denn jeder Wiener hat einen„Grund“ zu ſeiner Exiſtenz; beide alterten als Nachbarskinder, ohne die Schule zu beſuchen; beide wuch⸗ ſen in die Dicke ſtatt in vie Linge; beide ſchmachteten gleichzeitig nach Liebhabern, bis end lich das Bild der ei⸗ nen in dem fleißig begoſſenen Herzen Gärtners ſich wied erſpiegelte, während das der anderen von einem herr⸗
ſchaftlichen Laufer im Fluge davon getragen wurde.
Die ſchöne Zeit der jungen Liebe blieb jedoch bei dem Gärtnr nicht lange grünend, und an dem Lufer be⸗ wahrheitete ſich der Spruch:„Wie gewonnen, ſo zer⸗ ronnen!“
Der Gram der Liebe trieb die Landſtraßerinnen in das Joch der Dienſtbarkeit. Hannerl, die„verlaufene“ widmete ſich der Putzwäſcherei, und Everl, die„entgärt⸗ nerte“ wurde ein Extramädchen.
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