Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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ſchleiche ihn ein Mißtrauen, ſagte er:Ihre Schweſter weilt alſo in Marburg?

Gegenwärtig weilt ſie in Wien.

In Wien? fragte er mit einem Tone, dem man die Freude abhörte.

Sie langte gleichzeitig mit mir hier an.

Wenn in der Seele des jungen Mannes je ein Zweifel an die Stimmenähnlichkeit und Körperunähnlich⸗ keit bei Zwillingsſchweſtern aufgetaucht wäre, ſo würde er durch dieſe Angabe verſcheucht worden ſein.

Ihre Angaben, ſagte er zu Fanny,haben meine Neugierde derart erregt, daß ich wünſchte, Ihre Schwe⸗ ſter ſingen zu hören. Es wird Ihnen nicht ſchwer fallen, ſie einmal zu ſich einzuladen.

Gnädiger Herr, ich bin gern bereit, Ihrem Wun⸗ ſche nachzukommen, doch liegt die Entſcheidung immer in

dem Willen meiner Schweſter.

Sie wird ſich doch nicht weigern?

Ich fürchte es faſt! Meine Schweſter befindet ſich in einer Stellung, ſo hoch über der meinigen, daß ſie nicht leicht ein Haus betreten wird, wo ihre Schweſter als Dienerin weilt. Indeſſen ändert das wohl die Form, aber nicht die Sache. Die Gelegenheit, ſie zu ſehen und ſingen zu hören, dürfte ſich wohl finden laſſen, doch muß ich darüber früher die Anſicht meiner Schweſter einholen.