Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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„Sie hatten alſo Urſache, ſich zu verbergen?“ „Ich läugne es nicht.“

„Sind Sie mit der Frau Generalin verwandt?“ „Wäre ich eine Verwandte der Frau Generalin von Mannsfeld, würde ich nicht die Kammerjungfer der Grä⸗ fin von Teichberg ſein.“

„Sie hielten ſich aber doch mit Wiſſen der Genera⸗ lin dort verborgen?“

„Ohne Zweifel.“

„Die Thatſache iſt myſteriös!“

„Ich bedauere, den Schleier nicht lüften zu dürfen.“

Auf dieſem Wege, dachte Scipio, komme ich nicht weiter.

Die Baroneſſe dagegen ſprach bei ſich: Er glaubt es klug anzuſtellen und wollte durch eine Unwahrheit der Wahrheit auf die Spur kommen, um mir nicht verrathen zu müſſen, daß mein Geſang im Weinberge ſeine Auf⸗ merkſamkeit erregt, und daß er ihn hier wieder erkannt habe. Vergebliche Mühe, theuerſter Herr Graf! man ſiegt nicht, um auf das Eingeſtändniß, daß man geſiegt, zu verzichten!

Der junge Mann, wollte er ſeinen Zweck erreichen, mußte ſich entſchließen, der Wahrheit ihren Tribut zu zollen, und that dieß, ohne ſich erſt die Mühe zu nehmen weit auszuholen.