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„Weil man Sie ſo ſelten ſieht.“
„Gnädigſter Herr, ſoll das vielleicht ein Tadel ſein, weil ich faſt den größten Theil der Zeit im Garten zu⸗ bringe?“
„Das iſt wahr; allein Sie befinden ſich jedesmal in Geſellſchaft der Kammerfrau, und ich mag dieſe häß⸗ liche Perſon nicht leiden.“
„Sie würde ſich unglücklich fühlen, wenn ſie es wüßte.“ „Glauben Sie das nicht; ſie weiß es recht wohl, doch kehrt ſie ſich nicht daran; ſie iſt die Favorite der Frau Gräfin und baut auf deren Schutz.“
„Sie iſt ein Muſter von Dienſteifer.“
„Das iſt wahr! ihre Dienſtfertigkeit iſt faſt ſo groß, wie ihre Häßlichkeit. Um aber auf etwas Anderes zu kommen, wie befindet ſich Ihre Zwillingsſchweſter?“
„Gnädigſter Herr,“ erwiederte das Fräulein ſchel⸗ miſch,„ſeit ich hier weile, hatte ich noch keine Gelegen⸗ heit, mit ihr zu verkehren.“
„Schade! ich wünſchte ſie wieder einmal zu ſehen.“
„Dies dürfte kaum möglich werden.“
„Bah! was könnte der kleinen Komödiantin un⸗ möglich ſein? Wie geſagt, ich wünſche es.“
Die Kammerjungfer lächelte und erwiederte:„Ich werde den Auftrag meines gnädigen Gebieters vollziehen
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