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General Roßwurm : historischer Roman / von Eduard Breier
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Stadtrath auch heute zweiKommiſſarien beordert, um alle Unordnung hintanzuhalten, die etwa vorkommenden Streitigkeiten zu ſchlichten, kurz das Kampfſpiel zu über⸗ wachen.

Wir machen alſo die Leſer zu Zeugen eines Miniatur⸗ Fechttourniers, wobei ein kleiner viereckiger Hofraum die Arena, die Gänge und Fenſter aller Stockwerke des Hauſes die Tribünen bilden und wo die Zuſchauer, eine Folge der bereits hereindämmernden Kultur, Leggeld, oder wie man ſich jetzt ausdrückt, Entree bezahlen mußten.

Zu Gunſten des mannhaften Theils der Anweſenden muß bemerkt werden, daß nicht bloße Schauluſt und Neu gierde ſie hieher gelockt, ſondern der Wunſch und das Be⸗ dürfniß, ſich in der edlen Fechtkunſt zu unterrichten, denn damals trug Jedermann ſein Schwert an der Seite, der Rath wie der Bürger, der Meiſter wie der Geſelle, der Student wie der Doctor der freien Künſte und wer weiß es nicht, wie oft dieſe Schwerter gezogen wurden, in Raufhändeln untereinander, im Widerſtande gegen die immer mehr hereinbrechende Willkürherrſchaft der Fürſten, im Kampfe gegen den äußeren Feind.

Wollten wir dem verführeriſchen Locken der uns vor⸗ liegenden gedruckten Quellen nachgeben, ſo könnten wir uns in einer weitläufigen Schilderung des Kampfſpiels ergehen und erzählen, wie viele Gänge Herr Lametzhofer mit dieſem und jenem ſeiner auftretenden Gegner gemacht wie er einen mit dem Rapiere zum Taumeln gebracht, den anderen mit dem Schwerte verwundet, den dritten gar unterlief und zu Boden warf, daß ihm, nach der