Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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den Namen:„Agnes“ herauszupreſſen; aber heiße Thränen perlten über die tiefgefurchten Wangen. Als ſich der Sturm der jähen Freude etwas gemildert hatte, und Agnes fortgeeilt war, das väterliche Haus in allen ſeinen Räumen zu durchſtöbern, wo ſie früher als ge⸗ ſchäftige Hausfrau gewaltet hatte, und die ſeit ihrer Ab⸗ weſenheit manche Sorgloſigkeit erfahren mußten, da trat Wohlmuth dem Rathsherrn näher, und theilte ihm die Lebensſchickſale mit, die ſowohl ihn, als auch Agnes angingen. Zuletzt erwähnte er auch der Uebergabe von Ebers dorf und des Ungarkönigs rühmlicher Milde. Den horchte geſpannt der Rede des Hauptmanns, und ent⸗ ließ ihn dann mit freundlichem Händedruck. Wohlmuth eilte nun, ſein Mütterlein heimzuſuchen. Die alte Kathrei war ſchier außer ſich, und als ſie zuletzt gar erſuhr, daß ihr Pflegeſohn nunmehr Herr von Ebers⸗ dorf ſei, da hätte ſie bald vor Freude der Schlag ge⸗ troffen.—„Ei, Du lieber Lazarus!“ rief ſie,„wie iſt das Alles ſo ſchön und gut gekommen! Aber ſo iſt es, nach der Nacht wird's immer Tag— fällt kein Baum auf einen Schlag. Beſſer Neider, als Mitleider! Aber

ſei fein fromm und gut, damit's nicht eintrifft: wie

gewonnen ſo zerronnen; ſobald die Sonne untergeht, hat der Wind auch die Freunde verweht; haſt Gold Du in den Schrank gehäuft, ſo Unruh' ſtets im Herzen