Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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zutragen, ſonſt— ja gewiß, ich könnte ſonſt vergeſſen, daß Ihr vor Belgrad geſtanden.“

Er ſchwieg. Allein der Sturm war noch nicht vorüber; ein anderer der Hauptleute trat vor und ſprach:

„Königlicher Herr! Mein Kriegsgefährte hat ſeine Sache ſchlecht begonnen, er iſt mit der Thür ins Haus gefallen, und hat, ein ſchlechter Huſar, das Roß beim Schwanz zu ſatteln angefangen, doch was er verſäumt, will ich ergänzen. So vernehmt es denn, königlicher Herr, Noth reißt im Lager ein, das Heer murrt, und kurze Zeit noch, ſo iſt ein Aufſtand zu beſorgen.“

Einen Herrſcher, wie Mathias, mußte ſolche Nach⸗ richt empören; er ſtampfte wüthend mit dem Fuße: „Hat die Hölle heute alle ihre Teufel ausgeſandt,“ rief er zornentbrannt,„daß ſie mich mit ihren Hiobs⸗ voſten zu Tode quälen? Wer wagt's zu murren? Wer iſt der Kühne? Bin ich König von Ungarn, oder iſt's ein altes Weib, das zu Hauſe hinter'm Ofen ſitzt?— Bringt ſie her, die Empörer!— Ich laſſe ſie an die Bäume knüpfen, und wenn an jedem Aſte dieſer Auen eine Leiche zu hängen käme.— Beiliger Gott!— Dieß alſo wäre die Frucht des langen Kämpfens, dieß die Saat ſo vieler Mühen, dieß der Dank eines Kö⸗ nigs?!“— Mit verſchränkten Armen ſchritt er, ohne die Anderen zu berückſichtigen, durch's Zelt, und fuhr,

Wien II. 17