Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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ganzen Tag da unten hinter Buſch und Dorn ge⸗ lauert?—“

„Habt Ihr auch dem Mönche unſ're Lage bekannt gegeben?—“

„Was braucht der das zu wiſſen—“

8„Blaſenfeld, bedenkt: wir ſind geächtet, banniſirt und vogelfrei erklärt—“

„Du biſt eine Stocknärrin Trude,“ meinſt Du: der

l Pfaff könne den Franz in den Himmel'nauf beten,

das geht nicht ſo leicht, der wiegt zu ſchwer; aber es geſchieht ja nur um dem Preßhaften'n Troſt zu ge⸗ er ben, ſonſt geberdet ſich der Kerl wie toll auf dem

Sterbebettlein und heult uns die Ohren voll, denn wie mir's ſcheint, wird er's nimmer lang machen.—“ Trude rang verzweiflungsvoll die Hände.

„Laß dieſe Alfanzereien,“ tröſtete ſie der Ritter,

e„vor'm Tod, iſt kein Kraut gewachſen, früher oder n ſpäter, einmal muß Jeder ſterben.“ Damit eilte er hinab

zur Rüſtkammer, wo er den aufgefangenen Mönch ein⸗ t geſchloſſen hatte.

„Hört mal an“ ſprach er zu dieſem,„weß Urſache ich Euch heraufgebracht habe. Mein Kumpan da oben liegt im Sterben, wie mir's bedünkt, wirds ihm bald die Kehle zuſchnüren und dann gnade der Himmel ſei⸗ ner ängſtigen Seele. Aber ich will Euch nur gebeten