Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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dieſe Weiſe lernte Trude den wilden Schikentanz kennen, das ſtrammige Weſen des Ritters gefiel ihr und ſie fanden ſich bald zuſammen. Der alte Grundler war deſſen herzlich froh, da er gleich aus dem Manne, das was er wirklich war, herausgefunden hatte. Wäre nun Schikentanz ein ſanfter liebreicher Mann geweſen, ſo würde er ſich in Truden eine muſterhafte Gattin heran⸗ gebildet haben, weil die Dirne, bei all ihrer Verwor⸗ fenheit an befreundete Menſchen eine Anhänglichkeit zeigte, wie man ſie nur bei dem Hunde— dem Sinn⸗ bild der Treue— zu finden im Stande iſt; ſo aber war Schikentanz unbändig, roh und wild, und Trude wurde ſeine Magd, ſeine Sklavin. Schikentanz hatte ſich dieſe Uebermacht ohne daß er es ſelbſt geahnt hätte, nach und nach erworben, und war erfreut, als er ihre Wir⸗ kung plötzlich gewahrte; das Gefühl welches Trude für den Ritter empfand, war ein Gemenge von Liebe, Furcht und Schrecken, und nach dem Verhältniße in dem ſie ſich gerade befand, trat Eines oder das Andere ſtärker hervor. Sie hatte für ſich keinen Willen, über ſich keine Gewalt; Schikentanz war ihr Alles: ihr Himmel, ihre Hölle. Daß dieſer, im Uebermuthe ſo gewaltigen Miß⸗ brauch von der unglaublichen Ergebenheit des Mäd⸗ chens machte, haben wir geſehen, und doch nie den