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Nun trug es ſich zu, das obbeſagter Mönch an einem Nachmittage an den Ufern der Donau fürbaß eilte, ſeine Schritte, ſo weit es die Kutte erlaubte,
verlängerte, denn ein Gewitter war im Anzuge, das
nicht mehr lange auszubleiben drohte. Der Schweiß rann dem ſchwarzbebarteten Manne übers Geſicht, und die Tropfen, ſo oft er ſie mit dem här'nen Aermel wiſchte, ſchienen ſich zu verdoppeln und zu vergrößern. Die Sandalen klappten an den Füßen, die Kaputze ſchlot⸗ terte über dem Haupte, die Kutte wurde geſchürzt, der Knotenſtock vorgeſetzt, und immer d'rauf losge⸗ ſchritten, wiewohl ihm ſchier der Odem zu verſagen drohte. Er war noch nicht lange ſo vorwärts getrabt, als plötzlich aus Vuſch und Dorn ein Paar bewehrter Männer auf ihn losſtürzten. Der Wandersmann ſchlug das Kreuz, blieb auf dem Flecke ſtehen, ohne daß er Miene machte, ſich vertheidigen zu wollen, denn er ſah es ein, daß dieß ganz nutzlos geweſen wäre, weil ein Unbewehrter gegen zwei Bewaffnete wohl wenig auszurichten im Stande wäre.
„Seid mir gegrüßet, Brüder in Chriſto!“ redete er mit wohlklingender Stimme die beiden Wegelagerer an,„mit was wollt Ihr gedient ſein, ich bin ein ar⸗
mer Pilger, der zwar weder Gold noch Silber im Säckel führt, der aber Gottes Wort im Herzen


