Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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ger hatte die beſonders rühmenswerthe Eigenheit: daß er keine Münze, weß Landes ſie auch ſein mochte zu⸗ rückwies, und die Kremnitzer Goldſtücke eben ſo bereit⸗ willig annahm, wie die Mailänder Zechinen.

An einem Tiſche ſaßen drei Studioſen in vertrau⸗ licher Mittheilung begriffen; es waren Jünglinge, dem Anſcheine nach aus angeſehenen Familien, von nicht ſo muthwilligen Weſen und Treiben wie die Andern, die ſich mit Bret⸗ und Würfelſpiel vergnügten; unweit von ihnen befand ſich ein Bürger, der ſeinen ſchmutzigen, rauhen Händen nach zu urtheilen, ein Handwerker ſein mußte. Nachdem ſich die Jünglinge lange genug mit einander unterhalten hatten, wurden ſie auf den blaß⸗ wangigen Bürger aufmerkſam, der traurig da ſaß, mit ſeinen tief eingefallenen Augen, das kleine bereits geleerte Schöpplein anſtierte, als ob er wünſchte: daß es ſich noch einmal füllen möge, jedoch ohne Hinzuthun ſeines Säckelinhaltes, welcher der abgetragenen löcherigen Klei⸗ dung nach, gar klein ſein mochte.

„Warum ſo traurig Meiſter?“ fragte theilnahms⸗ voll der Eine der Schüler,„in der Schankſtube ſteht ein kopfhängeriſch Weſen ſchlecht, froh und guter Dinge ſein, macht das Leben lange.“

Der Bürger lächelte wehmüthig.„Ihr habt leicht reden junges Herrlein,“ erwiederte er traurig,„aber