154 ſöhnen, aber es iſt nicht gegangen. Schmule wollte den Bruder ſogar in ſein Geſchäft nehmen, aber dieſer ſagte:„Ich bin ein Schuſter geworden und will ein Schuſter bleiben, bis Meo Schonim. ¹)“
Die andern Leute aber, als ſie hiervon hörten, ſag⸗ ten:„Noßele könnte bei ſeinem Bruder das beſie und ſchönſte Leben haben, und er will doch nicht, haßt e Schlumeſalnek!“
So vergingen mehrere Jahre.
Auf einmal iſt eine große Veränderung geſchehen.
Von Wien ſind Briefe gekommen an mehrere Häu⸗ ſer, und wie die Briefe geleſen waren, ſind die Leute zu⸗ ſammen geloffen, und haben die Köpfe zuſammengeſteckt,
und haben mit einander lauter Sodeß*) gehabt und
auf einmal iſt der Klepp herausgekommen, daß Schmu⸗ le's Schwär*) hat fallirt und weil Schmule bei ihm auch viel Geld hat liegen gehabt, ſo war das viele Geld verloren.
In der Khille war ein großes Geſchrei und viel Klagen, aber mit Geſchrei und Klagen wird Jeruſcho⸗ laim*) nicht aufgebaut, mit viel Geſchrei und Klagen wird das verlorne Geld nicht zuruͤckgewonnen.
Von demſelben Augenblicke hat auch Schmule angefangen zu wackeln, und er hat ſich mühſelig fortge⸗ bracht, da iſt ein neues Schlemaſel*) über ihn gekom⸗
¹) Bis hundert Jahre.*) Geheimniſſe.*) Schwiegervater. *) Jeruſalem.*) Unglück.


