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Was das Aeußere der Dame betraf, ſo war ſie ein volles, üppiges Weibchen mit rothen Pausbacken, hohem Buſen, ſchwarzen begehrlichen Augen, welche friſch und lebendig, nicht ohne Anmuth und Reiz waren.
Die andere der von uns bemerkten Frauengeſtalten war ein Mädchen, und die Schwägerin der Dame Cä⸗ eilia. Ein blaſſes, länglichtes Geſicht, eine ſpitze Naſe, blaue Mondſcheinaugen, blondes ſchwärmeriſches Locken⸗ haar, mit einem Wort, eine ächt Lafontainiſche Heldin; ihr urſprünglicher Name bei ihren Eltern auf einem un⸗ fernen Dorfe war Eva, ſpäter, als ſie zu ihrem Bruder Elias geſchickt wurde, um ſich in Grofflauſendorf einen Mann zu erwerben, nannte ſie ſich Emmh, und nun, da ſie auf dem fatalen Punkte des zweiten Dutzends ſtand, wollte ſie der übrigen Welt die„Vierundzwanzig“ vergeſſen machen, und nannte ſich Emeline.
Die beiden Schwägerinnen lebten im liebenswürdig⸗ ſten Einverſtändniſſe; es herrſchte zwiſchen ihnen eine echt abrahamitiſche Ruhe, ein ewiger Friede. Sie waren ſo innig verbunden und vertraut, daß von einer Diſſonanz gar nicht die Rede ſein konnte und nicht ſein durfte. Auf dieſe Weiſe darf uns das nachfolgende, kurze Ge⸗ ſpräch, welches ſie bei Paſſirung der Dragoner⸗Eska⸗ dron mit einander führten, gar nicht in Verwunderung ſetzen.
Siehſt Du den Baron, liebe Emilie? fragte Cä⸗ cilie leiſe.


