Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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Reife gediehen, als plötzlich von rückwärts die mit den Böhmen verbündeten Ritter mit ihren Knechten und einen Haufen böhmiſcher Söldner hervorbrachen und ſich zum Nachtheile der Wiener in den Kampf miſchten. Dieſe hatten ſich nemlich auf Hohenberg verſteckt gehal⸗ ten, Kähne zu ihrer Ueberſchiffung waren bereit, ſie eilten nun, ſobald ſie durch Schüſſe den Beginn des Kampfes erfuhren, herüber und fielen dem Feinde in den Rücken. Bei Nacht, wie ſie gehofft hatten, wäre dieſe Liſt viel wirkſamer geweſen, allein ſie verfehlte auch am Tage ihren Zweck nicht. Die Verwirrung nahm nun über⸗ hand, die Maſſen der Feinde drohten das Häuflein der Städter zu erdrücken, aber ſie wichen dennoch nicht, wiewohl ihre Reihen ſchon ganz aufgelöſt waren und ſo in zerſtreuten Gruppen kämpften. Anfangs hielten ſie zwar den Andrang aus; allein ihre Rotten lichteten ſich, ihre Kräfte waren im Abnehmen, ſie begannen zu wei⸗ chen; früher langſam, Schritt vor Schritt, dann aber immer ſchneller— bis ſich der Rückzug in eine totale Flucht auflöſte.

Während des ganzen Kampfes hatten Wohlmuth und Hannes heldenmüthig neben einander ausgehalten, im Sturm waren ſie voran— beim Weichen die Letzten. Als die Auflöſung herbeigeführt war, und der Kampf ſich vereinzelt hatte, blieben die Jünglinge noch immer