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beginnen; auf dieſe Art wollte man ſie nemlich hinter ihren Wällen hervorlocken— allein man irrte ſich; die Böhmen blieben ruhig im Tabor. Nun erfolgte die zweite Lage der Büchſen; derſelbe Erfolg, die Böhmen rührten ſich nicht. Die Söldner und Stadtdienſtleute ſtanden ſchon zum Anfall bereit und warteten nur des Angriffs, allein die dritte Salve erfolgte und im Tabor blieb es ruhig, wie früher. Da ſprengte der Feldhaupt⸗ mann zum Bürgermeiſter.„Verdammt nochmal, Herr Bürgermeiſter!“ rief er dem Herrn zu,„mir ſcheint die Hunde haben bei Nacht und Nebel Reißaus ge⸗ nommen und ein Paar Vogelſcheuchen zur Schrecke rückgelaſſen.“
„Der Meinung bin ich nicht!“ rief Herr Stephan Oen.„Ihr kennt die Böhmen nicht Herr Feldhaupt⸗ mann, die laſſen ſich den Pelz vollſchießen, denn ehe durch die harten dicken Schädel eine Kugel geht, müßte ſie dreimal ſo feſt und zehnmal ſo groß wie die unſern ſein.
Der Mittag war herangenaht, jedes Geſchütz war fünfmal abgefeuert worden und die Böhmen rührten ſich noch nicht. Man glaubte nun darauf ſchließen zu kön⸗ nen, daß ſie durch Zögern wieder den Anbruch der Nacht erwarten wollten. Um nun dieſem zuvorzukommen, wurde der Sturm auf den Tabor anbefohlen. Die


