Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
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„Laß Dich von ſo finſtern Gedanken nicht be⸗ meiſtern,“ ſprach dieſer,„ſie taugen nur dazu, das Gemüth herab zu ſtimmen und den Muth zu ſchwächen. Komm, laß uns den Reſt der Nacht der Ruhe pflegen, vielleicht zaubern Träume die ſüßen Bilder herbei, welche uns die Wirklichkeit zu geben nicht vermag.“

Beide krochen durch den niedern Eingang der Heer⸗ hütte, ſtreckten ſich auf das Lager, und waren bald von den Armen eines erquickenden Schlafes umfaßt.

Die Nacht ſchritt vorwärts, ſich immer mehr ihrem Ende nähernd, ihr Schweigen war öd' und düſter, die Flur ſchlief— der Wald war verſtummt, ſeine Bewohner ruhten— nur der rieſige nimmermüde Strom rauſchte ununterbrochen herüber und ſtörte die nächtliche Stile. Ein falbes Dämmern im Oſten, war der erſte Vor⸗ bote des kommenden Tages; in jener Gegend begannen auch die Sterne zuerſt matt und matter zu werden; immer weiter zog der blaße Schein herauf, immer mehr erloſchen die Himmelslichter, das Grau der Nacht verſchwand, eine ſchwache Helle vertrat den Platz, jetzt röthete ſich das Gewölk, die Sterne tauchten unter, glühend ſprühte ein Strahl nach dem Andern am Himmelsbogen auf, wie ein freundlicher Sieger auf weißem Friedensroſſe ſtolzirte der lichtfunkelnde Tag;— ein Freudenruf durchbebte die Flur und wie die purpurne Roſe aus der grünen Knospe