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wollte, öffnete die Bibel und las in tiefer An⸗ dacht und mit dem Tone innigen Gefuͤhls ei⸗ nes der erhabenen Capitel des Buches Hiob, wodurch die Macht und Barmherzigkeit Gottes verherrlicht wird. Dann betete er lange und in⸗ bruͤnſtig uͤber dem Verurtheilten.
Die Stunde des Scheidens brach endlich herein. Heſekiel, der den Gemuͤthszuſtand, den er in Coppleſtone reggemacht hatte, nicht gern herabgeſtimmt wiſſen wollte, fluͤſterte Gertruden zu, ihren Abſchied in ſo wenige Worte als moͤg⸗ lich zu faſſen. Gertrud verſtand den Geiſtlichen, bejahete ſchweigend, und ſagte dann blos:„Mein Vater, leb' wohl! Ich muß Dich jetzt verlaſ⸗ ſen, doch ich komme wieder— ich werde bis zum letzten Augenblicke bei Dir bleiben.“
„Thue das, Gertrud“, verſetzte Coppleſtone, „ſonſt gerath' ich von Neuem in Verzweiflung. Leb' wohl, mein Kind! Ich mogte Dich ſeg— nen, aber ich darf es nicht, denn mein Segen koͤnnte ſich Dir in Fluch verwandeln.“
Gertrud wollte antworten, allein Heſekiel verbot es ihr durch einen Wink. Er legte jetzt


