Teil eines Werkes 
2. Th. (1838)
Entstehung
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ſicht, die ſich von dieſer Höhe herab darbot, war praͤchtig.

Im Thale unten ragte der kleine Kirchthurm des Dorfes empor, das ſeinen Namen von dem Tor entlehnt hat, und erſchien umringt von den Huͤtten der Landleute als ein lieblich mildernder Gegenſtand, der inmitten einer wilden und ein⸗ ſamen Gebirgsgegend auf geſelliges Leben deu⸗ tete. Weſtwaͤrts hin enthuͤllte ein weiter Hori⸗ zont ſeine ſanftblauen Tinten, die ſich in den ro⸗ ſigen Schimmer des Morgenlichtes tauchten. Noͤrdlich zeigte ſich eine hocherhabene Anſicht, denn dort erblickte man kuͤhne, himmelanſtrebende Tors, von denen jeder auf dem Haupte eine Granitkrone trug, die jetzt hell in den Strahlen der aufgehenden Sonne erglaͤnzten.

Alles in der unmittelbaren Umgebung unſe⸗ rer Wanderer war wild und oͤde; uͤber, unter und neben ſich ſahen ſie nichts als Felsmaſſen auf Felsmaſſen gehaͤuft, die ſich bald als Spitz⸗ ſaͤulen, bald als Quadern auf einander geſchichtet und in ſo ſcharfen Winkeln zeigten, daß ſie den Gedanken erweckten, es ſei hier eine durch Stur⸗