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Nitleidens war, fand die liebreichſte Pflege bei dem wündigen, zartlich für ſie bemuͤh'ten Richter Glanville, der durch Levi— dem Georg Stand⸗ wich ſich vertraut hatte— die wahren Umſtaͤnde der Geburt Margarethens als Geheimniß erfuhr. Aus einleuchtenden Gruͤnden hielt der ehrwuͤrdige Richter es nicht fuͤr gerathen, jene Umſtaͤnde zu veroffentlichen, ſo daß er zu dem Ende den Ju⸗ den Levi und deſſen Neffen Benjamin in beſon⸗ deren Schutz nahm, damit durch dieſe nichts von jenen traurigen Verhaͤltniſſen verlauten moͤgte. Wahrſcheinlich iſt es alſo, daß die ungluckliche Margarethe niemals erfuhr, wer ihre Mut⸗ ter war.
Haͤtten väterliche Sorgfalt und Pflege die Wunden eines gebrochenen Herzens zu heilen vermogt, ſo wurde Lady Slanning Troͤſtung ge⸗ funden haben; allein dem war nicht ſo; der Pfeil war allzu tief gedrungen. Der letzte Blick des ſterbenden Slanning, und das noch entſetzlichere Geſchick des Edlen von Fitz— eben desjenigen Fitz, dem ihre erſte und einzige Liebe ward— ſchwebten ihr unaufhorlich vor Augen, ſo daß ſie


