Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
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die Sage, ſoll jenes entſetzliche Weib ihren Tod gefunden haben, als einer ihrer wilden Genoſſen moͤrderiſche Hand an ſie legte. Etliche Blut⸗ flecke an der Mauer der Wendeltreppe ſollen von ihrem Blute herruͤhren, und noch bis auf dieſen Tag fuͤhrt das uralte Gebaͤude den Namender Betſy⸗Grimbal's⸗Thurm.

Das Schickſal des geaͤchteten Standwich war merkwuͤrdig. Obwohl er zum zweiten Male ein⸗ gefangen worden war, gelang es ihm dennoch, wieder zu entfliehen, indem er ſeine Waͤchter, als dieſe auf dem Wege zu ſeinem Kerker mit ihm nothwendig Halt gemacht hatten, zu uͤberliſten oder zu bewaltigen wußte. Wo er nach dieſer Flucht ſich verbarg, oder durch welche Mittel er aus England entwich, iſt voͤllig unbekannt. Nur weiß man, daß um eben jene Zeit ein englaͤndi⸗ ſcher Verbannter, der ein geheimer, Raͤnke ſpin⸗ nender Feind der Koͤnigin Eliſabeth geweſen und ein Mann von duͤſterem und ſeltſamem Weſen war, bald nach der Enthauptung der ſchottiſchen Maria in Spanien eintraf und ſich in ein Klo⸗ ſter unweit Cadiz begab, wo er ſich den ſtrengſten