Teil eines Werkes 
3. Th. (1835)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

hierauf den Weinbecher, den er zum Munde fuͤhr⸗ te, und ſagte: Ich genieße dies, nicht weil ich wuͤnſche meine Tage zu verlaͤngern, ſondern weil ich durch Hunger nicht mein eigener Verderber werden will. Mein Vertrauen iſt auf die Gnade Gottes gerichtet, denn alle Menſchenhulfe ſcheint mir fern zu ſeyn!

Erzaͤhlt nichts mehr, fiel Standich ein, Ihr macht mich ſonſt wankend in meinem Vor⸗ ſatze. Ich bemitleide den Juͤngling, da er, außer ſeiner uͤbel angebrachten Liebe zu meiner Lochter, mich in keiner Hinſicht beleidigte. Jedoch ſein Vater

Eben ſein Vater war Euer grimmigſter Feind, unterbrach ihn Betſy.Bei alldem beharrt Ihr dabei, dem Gefangenen morgen die Freiheit zu geben, weil ſeine Ruͤckkehr dann weder Euch noch den Eurigen nachtheilig werden kann?

Nein, antwortete Standwich.Ich darf es nicht thun. Der Pirat, der den Jungling auf⸗ griff, weil ich ſelbſt anderweitig beſchaͤftigt ſeyn mußte, weigert ſich, Botſchaft nach Spanien zu bringen, ſobald ich nicht darein willige, daß John