Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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nigin Eliſabeth, daß Du mit ihr umſpringſt, wie ein Bauerbengel mit einer Dorfdirne um die Pfingſtenzeit?

O Vater, Ihr wißt, alle junge Burſche ſchrei⸗ ben jetzt Verſe zum Preiſe der Koͤnigin, die dann bald Aſtraͤa, bald Virginia, bald Una oder Diana heißt, oder wie ſie ſie ſonſt in ihrer Phantaſie mit einem wohlklingenden Namen belegen moͤgen. Das iſt ſo ſehr in der Mode, daß es heißt, man koͤnne ohne dergleichen gar nicht nach Hofe ge⸗ hen, und ein ſolches Gedicht an die Koͤnigin ſey der beſte Freibrief, um zu Belohnung und Eh⸗ ren zu gelangen.

Deſto ſchlimmer, deſto ſchlimmer! rief aber⸗ mals Sir Hugo.Du aber biſt mein Sohn, der Namen und Ehren meines Hauſes auf die Nachwelt zu bringen hat, der folglich etwas Beſ⸗ ſeres thun muß, als den Narren ſpielen. Nicht daß es mir mißfiele, wahrzunehmen, wie Du Geſchick zur Poeſie haſt, ſintemal dieſelbe von manchen beruͤhmten Maͤnnern der Vorzeit betrie⸗ ben ward; denn ſo trieb Zoroaſter, wie wir wiſ⸗ ſen, in ſeinen Mußeſtunden, ſo gleichſam zur