Teil eines Werkes 
1. Th. (1835)
Entstehung
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dem Maße langſamer klomm, als die Anhoͤhe ſteiler ward. Der aͤltere Reiter merkte dies endlich, wendete ſich und ſprach im Tone der Ermahnung:Benjamin, ſitz ab; verſchon' das Thier mit ſo harten Streichen. Sitz' ab, ſag' ich, und wandl z' Fuß den Huͤgel hinan. Der Eſel wird nur zu bald beladen werden mit noch ſchwererer Laſt; drum verſchon' ihn jetzt, daß ihm nicht mag fehlen die Staͤrk' in der Stunde der Noth, und bedenk, Benjamin, wie der barmherzige Menſch iſt auch barmherzig gegen ſein Vieh.

So wuͤnſche ich denn, antwortete Benja⸗ min etwas naſeweis,daß Ihr, Meiſter Levi, mich fuͤr Euer Vieh anſehet, und einigermaßen barmherzig gegen mich ſeyd; denn es iſt kein Miethling unter den Nazarenern, dem ſo mitge⸗ ſpielt wird, wie Ihr mir mitſpielt. Geſtern mußte ich den ganzen Tag in dieſer Wildniß auf der Lauer liegen, um nach Dem auszu⸗ ſchauen, was ich nicht eher erlugen konnte, als bis ich von einem Regen durchnaͤßt worden war, der mir eine zweite Suͤndfluth zu verkuͤnden