wie wohl ſolches auch ſeiner Jugend ſteht, ſo duͤrfen wir doch die Gerechtigkeit unſerer Sache nicht ſo ſehr aus den Augen ſetzen, daß wir einen Tag des Sieges durch Leidtragen in einen Tag der Bekuͤmmerniß verwandeln.“
„Van Artaveld ſoll ehrenvoll in Gent beſtat⸗ tet werden,“ ſagte Ludwig de Male;„ich grolle ſeinem Andenken nicht.“
„Das heißt wie ein Graf von Flandern ge⸗ ſprochen,“ ließ Herr Simon ſich vernehmen, der ſich die Zaͤhren trocknete, indem er von dem Leichnam ſeines liebſten Buͤrgers wegblickte,„und ich moͤgte bitten, ſo ich es wagen darf, daß, da ich doch ſeit vielen Jahren Oberbuͤrgermei⸗ ſter, auch Zunftaͤlteſter der Goldſchmiede und kein Mann geringen Standes von Gent bin, ich die Beſtattung des Ehrenmannes zu beſorgen haͤtte. Habe ich doch van Artaveld im Leben geliebt, ſo moͤgte ich auch der Vertreter ſeines wackern Rufes nach ſeinem Hinſcheiden ſeyn, und ihn zu der Staͤtte geleiten laſſen, nach welcher ich als ein Greis von Jahren, mich bald fur mich ſelbſt umzuſehen haben werde.“


