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bald wir nicht noch in dieſer Nacht Gold finden koͤnnen; ja, Gold, alter Bernhard! um unſere Leute zu bewegen, daß ſie ihre Weißkappen nicht ablegen, ſondern ihren Haͤuptern beiſtehen, damit unſere Haͤupter uns nicht vom Rumpfe getrennt werden.“
„Und muß ich, muß ich,“ ſagte der Geiz⸗ hals in einem Tone, der von der unſäglichen Angſt ſeiner Seele zeugte—„muß ich von all⸗ dem ſcheiden, was mir das Theuerſte auf Erden iſt? Iſt es darum,“ fuhr er fort, indem er die Haͤnde rang—„iſt es darum Tag und Nacht mein muͤhſeliges Trachten geweſen; mir alle Pflege und alle Ruhe zu verſagen? Bin ich darum all mein Lebelang gehaßt und vermaledeit worden, daß ich jetzt in meinem hohen Alter an böſem Herzweh ſterben ſoll, daß ich—— ich kann's nicht, ich kann nichts hergeben! Der Graf iſt barmherzig; der Schoͤffe kann nichts ohne des Grafen Zuſtimmung— es wird ſich geben! Sinnt auf einen andern Ausweg.“
„Es gibt keinen andern Weg, der Euch ret⸗ ten koͤnnte,“ ſagte du Bois,„denn Ihr ſeyd


