ihm ſtand, ſprach er wieder in rauhem und ent⸗ ſcheidendem Tone:„Ich weiß, Ihr habt Reich⸗ thuͤmer, Bernhard, und weiß, wo Ihr ſie ver⸗ borgen haltet; Reichthuͤmer, die nutzlos ſind, wie ihr Beſitzer es iſt. Doch koͤnnen ſie viel Gutes ſtiften, ſobald ſie gehoͤrig in Umlauf ge⸗ ſetzt welden. Iſt es Dir jemals eingefallen, Goldſieb, daß Deine Schaͤtze da unten liegen bleiben ſollen, ohne hervorgeholt zu werden, ehe nicht die Maͤnner kommen, die Deinen elenden Leichnam in einem Sarge zur Gruft tragen? Iſt Dir das jemals eingefallen?“
„Nun, nun— hm! hm!“ antwortete Gold⸗ ſieb hoͤchlich erſchreckt;„ich denke zu Zeiten daran, wenn ich meine Suͤnden bereue; doch noch bin ich nicht todt, Peter, und nimmer hatte ich viel mit den Aerzten zu ſchaffen; und ſo hoffe ich, es zu erleben, Dich als einen ſo großen Mann zu ſehen, wie Du einer zu werden hoffſt.“
„Und meinetwegen moͤgt Ihr leben,“ ſagte du Bois;„was aber meine Groͤße betrifft, ſo muͤßt Ihr mir dazu verhelfen, muͤßt mir dienen.“
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