8 aus praktiſcher Mann, wünſcht mich verehelicht zu ſehen.“
„Um ſo beſſer.“
„Nein, Freund, um ſo ſchlimmer, denn er wünſcht, daß ich eine ſogenannte gute Partie treffe.“
„Das heißt, Du ſollſt nicht eine antike Früchteträ⸗ gerin, ſondern eine moderne Geldſackträgerin in Hymen's Tempel führen.“
„Ja, das heißt es.“
„Das heißt nichts. Du liebſt alſo Mademoiſelle— wie heißt ſie?“
„Claudine Arnaud. Ja, ich liebe ſie.“
„Und Claudine?“
„Ahnt vielleicht, was ich für ſie fühle.“
„Ahnt? Ich meinerſeits hätte es ihr längſt ge⸗ ſagt.“
„Habe es wohl ſelbſt geſtanden, nur nicht eben mit Worten.“
„Und warum nicht mit Worten?“
„Weil ich fürchtete, daß ihr leidendes Weſen, ihre Zurückhaltung, ihre ſeltſame Scheu die Folge ſein könne einer unglücklichen Liebe, einer ſie verzehrenden Leiden⸗ ſchaft für einen Andern, ob dieſer Andere nun lebe oder ſchon todt ſei.“ „So alſo ſteht's?“


