Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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plötzlich heraufbeſchworene Erinnerung in ſein Auge drängte,ſtill, laſſen wir die Vergangenheit. Ach, lehrten Sie mich nicht ſelbſt, daß nichts ver⸗ gehe, daß Alles, was geſchehe, ewig fortwirke? Gewiß; doch in anderm Sinne müſſen und wollen wir das Vergangene nehmen, denn auch der Augenblick hat ſein Recht. Sie verſprachen mir, mich eines Tages Einzuweihen in die Myſterien Ihres Hauſes. Und wann ſchon durch Jahre lechzt meine Seele nach dieſer Erquickung wann werde ich hören, wo und unter welchen Verhältniſſen meine Mutter bedenken Sie, meine Mutter lebt? Denn daß ſie noch lebt, obgleich Sie und mein Vater mich noch bis zur Stunde darüber in Ungewißheit ließen, daß ich ſie wiederſehen werde, ſie, deren Bild mit unvergänglichen Zügen meiner Seele eingeprägt iſt, wiewohl ich kaum fünf Jahre zählte, als ſie meinem Blicke entſchwand, daß ich ſie noch nicht als eine hingeſtorbene, unwieder⸗ bringliche Vergangenheit zu betrauern habe, das ſagt mir mein Herz, wenn ich auch der endlichen Enthüllung dieſes Familiengeheimniſſes nicht ohne ein banges Vor⸗ gefühl entgegenſehe. Dieſe Enthüllung findet vielleicht ſtatt, noch ehe wir Paris verlaſſen.