den Karl der Verabredung zufolge hier poste restante vorfand.
Dieſer Brief enthielt zwar keine erſchütternde, aber auch keine beruhigende Nachricht.
Robert war, da Poſitives gegen ihn nicht vorlag,
e
ſeiner Haft entlaſſen, aber, wie anzunehmen, unter
polizeiliche Aufſicht geſtellt worden. Pauline Picard
wurde gerichtlich verfolgt. Der Verdacht gegen ſie hielt ſich aufrecht, dies aber hauptſächlich nur durch ihr Verſchwinden. Andere Beweiſe, richtiger geſagt,
wirkliche Beweiſe lagen auch gegen ſie nicht vor. Sie
hatte, wie die Hausſuchung gezeigt, nur ihren Schmuck mitgenommen, und ſelbſt in Bezug darauf war es zweifelhaft, ob dieſe werthvollen Pretioſen nicht auf Koſten ihrer Ehre von irgendwem entwendet worden. Max ſelbſt, wie er ſchrieb, und Ernſt hielten ſich von Robert fern; der Chemiker wollte infolge einer Familiennachricht in kurzem Paris verlaſſen und nach Hauſe reiſen, während erſterer noch mehrere beſtellte Portraits zu malen, aber auch die Abſicht hatte, mög⸗ lichſt bald nach Deutſchland und zwar nach München zurückzukehren. Was Robert beſchließen werde, beſchließen müſſe, konnte er nicht mit Beſtimmtheit ſagen; wahrſcheinlich
dürfte er bleiben, wo er war, ſo lange, bis die Sache


