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Der Croupier fragte ihn, welche Nummer oder Nummern er damit belegen wolle.
„Mir ganz gleich“, entgegnete der ſtolze Brite mür⸗ riſchen Tons.
Der Croupier ſchob nun lächelnd die Goldſtücke auf zwei Nummern. Eine derſelben kam.„Stehen laſſen!“ murmelte der Gentleman. Die Nummer ge⸗ wann wieder. Jetzt ſtrich er den Gewinnſt langſam ein und entfernte ſich mit ſeiner Dame ſo apathiſch, wie er gekommen.
Der hätte die Bank der Roulette ſprengen können, dachte Karl und ging in den Salon, wo man PTrente et Quarante ſpielte.
Auch hier war die Tafel ſtark beſetzt.
Zunächſt empörte ihn der Anblick der ſpielenden Damen, worunter ſogar jugendliche ſchöne Erſcheinun⸗ gen, nur daß die Mienen derſelben noch leidenſchaft⸗ lichere Aufregung verriethen als jene der ſpielenden Männer.
Das Laſter macht den Mann ſchrecklich, das Weib abſcheulich; ein Weib, beſonders ein ſchönes junges Weib, beim öffentlichen Hazardſpiel iſt grauener⸗ regend.
Und was dabei das Häßlichſte, dieſe ſpielenden Damen gehören nicht immer der Halbwelt an.
Jean Charles, Realiſten und Idealiſten. II. 13


