Nicht ſo zufrieden mit ſich oder vielmehr mit dem Erfolge ſeiner Sendung fühlte ſich Max.
Im Hinſchreiten nach dem Boulevard und von da durch die Straße Rivienne nach dem Palais royal wiederholte er ſich, Dank ſeinem guten Gedächtniß, Wort für Wort, was Picard geſagt, dabei Blick, Aus⸗ druck und Haltung deſſelben ſich im Geiſte vergegen⸗ wärtigend, ohne jedoch zu einem andern als dem ziem⸗ lich haltloſen Schluſſe zu gelangen, daß Robert von Picard irgendwie zur Haft gebracht worden.
In dieſer nichts weniger als befriedigenden Ueber⸗ zeugung oder behaglichen Stimmung traf Max im be⸗ zeichneten Café Reſtaurant ein, wo er zum Ueberfluſſe noch geraume Zeit auf ſeine Freunde zu warten hatte. Nach kurzem Diner den Garten durchſchreitend, theilte er ihnen ſeine Unterredung mit Picard nahezu wört⸗ lich mit.
„Was iſt nun Eure Anſicht und was ſollen wir thun?“ fragte er dann.
„Du biſt“ ſagte Ernſt,„ſo weit gegangen, als Freund⸗ ſchaft und Vorſicht geboten und riethen.“
„Und das Ergebniß Deines Beſuchs“, fiel Karl ein,„beſtätigt meine Anſicht.“
„Aber wie“ fragte der Chemiker,„wenn Picard ihn ſelbſt in Haft gebracht, in ſeinem eigenen Hauſe ſelbſt


