Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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Am paſſivſten verhielt ſich dabei der Chemiker. Sein Blick verrieth, daß ſeine Gedanken irgendwo an ders waren, vielleicht in ſeinem Laboratorium zu Paris, denn er ſah meiſt nach dieſer Richtung hin.

Wie ſeid Ihr Materialiſten doch zu beklagen! ſagte Karl unter Anderm.All dieſer Zauber der Natur iſt für Euch ſo gut wie nicht da, Euch iſt der Far benſinn der Natur, auf welchen Goethe hingewieſen, nichts weiter als eine zufällige und höchſt launenhafte Miſchung des Farbeſtoffs, der wunderbare Formen⸗ reichthum in der Pflanzenwelt nichts als eine Kryſtalli⸗ ſation; wahrhaftig, Ihr ſeid um Euer Wiſſen nicht zu beneiden.

Ernſt zuckte mit den Achſeln.

Robert aber blieb ihm die Antwort nicht ſchuldig.

Es gibt, verſetzte er mit der ihm eigenen Schärfe,wenn von der Philoſophie als einer Wiſſen⸗ ſchaft überhaupt die Rede ſein kann, worüber ich be⸗ ſcheidene Zweifel hege, nur eine menſchenwürdige, näm lich die Philoſophie des Epikur; nur der echte Epikurärer iſt ein echter Menſch. Genuß des Daſeins, weiſer Ge⸗ nuß des Lebens, um ihn zu erhöhen und langdauernd zu machen; Genuß, ohne ſich nach dem Genuſſe mit brühheißen Gedanken darüber das Gehirn zu ver⸗ brennen, das iſt die wahre, die echte Philoſophie.