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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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das Schlimmſte gefaßt. Arbeiten Sie gegenwärtig an einem größeren Werke?

Ja; ich habe die Fauſt⸗Idee aufgenommen und will es verſuchen, ihr eine neue Form zu geben. Ich theile Ihnen, ſobald ich wiederkomme, die erſten Bruch⸗ ſtücke davon mit.

Auch mich verlangt es gewaltig, dieſen coloſſalen Stoff einmal zu ergreifen und zu bewältigen; jedenfalls in dramatiſcher Form.

Ich denke, ihn theils lyriſch, theils epiſch und dra⸗ matiſch zu behandeln, und mir ſo den größtmöglichen Spielraum zu ſichern. Beginnen Sie immerhin; wir wollen uns von Zeit zu Zeit das Geſchaffene beſchauen und unſere Gedanken darüber austauſchen: ein Ziel und zwei Wege dahin; wir werden uns nicht reiben.

Auf fauſtiſches Wiederſehen alſo!

Und beide Dichter ſchrieben ihren Fauſt, und beide Werke erſchienen gleichzeitig, ein Jahr nach dieſem Geſpräche, worin ſie den Grundſtein dazu gelegt hatten.

Beide Dichtungen machten Senſation.

Nicolaus nannte die ſeinige, wie Gvethe, ein Fragment. Sie war es auch. Man bewunderte ihre lyriſche Schönheit, überhaupt die glänzende Form, wollte jedoch, in der Auffaſſung der Idee ſelbſt, eine