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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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Freude, ihn am eigenen Herde begrüßen und be⸗ wirthen zu können.

Nicolaus kam oft. Er hatte ſich äußerlich ſehr verändert, zu ſeinen Gunſten: der trübe Ernſt, der früher auf ſeine hochgewölbten Lider drückte, war einem ſchönen Ausdrucke edlen Selbſtgefühls, eines reinen, ſtolzen Bewußtſeins gewichen; er ſprach min⸗ der phantaſtiſch und gab ſich offener, milder, anzie⸗ hender.

Eines Tages ſprachen ſie von Alexander.

Den, ſagte Nicolaus, haben Sie nun für's ganze Leben zum Feinde.

Ich weiß es, entgegnete Carl, aber ich bin nicht ſchuld daran. Meine politiſchen Grundſätze kennen Sie; ich bin für Ordnung, ſelbſt für das Beſtehende im engeren Sinne, ſo lange ich nicht abſehe, wie das Außer⸗ ordentliche, das Neue, auf einem Wege gewonnen werden kann, wo ſich verderbliche Reibungen vermeiden laſſen; dieſer Weg aber iſt nach meiner Ueberzeugung kein anderer als der breite der legalen Entwicklung, auf dem man zwar ſpät, aber ſicher zum Ziele gelangt. Jedes Volk macht einmal ſeine große Revolution, aber das Revolutioniren im Kleinen iſt mir in der Seele zuwider, beſonders das der Dichter und vor

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