XXI.
Die nene Zeit.
„Klagt nicht um geſtorb'ne Meiſter; Klagt Ihr denn um einen Mai? Denkt vielmehr, daß Jener Geiſter Geiſt auch noch der unſre ſei!“
Das Leben iſt kurz, die Erdenzeit drängt, man hat ſo viel vor ſich, kein Augenblick iſt zu verlieren, und — wir eilen zum Schluſſe unſrer Erzählung.
Carl war nunmehr ungefähr ein Jahr ſeinem ſchwierigen Amte vorgeſtanden und— ſah ſich in allen von ihm dafür gehegten Erwartungen getäuſcht.
Er hatte keinen künſtleriſchen Großhandel, wie er ge⸗
hofft, zu leiten, ſondern eine kleinliche Krämerei. Dies ermüdete ihn; ſeine gekränkte Phantaſie erhob ſich und ſchrie nach Freiheit. Er quittirte ſeine Stelle und ging. Sein Herz zog ihn zur Heimath.
Es war Frühling, da er zurückkehrte und er ſah ſeinen geliebten Nicolaus unter einem blühenden Baume wieder, aber nur, um ſich abermals von ihm


