und Wachs ſuchen zur Aufhellung und Erquickung der Geiſter und Herzen.
Grillparzer's Gedichte ſind noch in Ausſicht; was ich Lyriſches von ihm kenne, hat Höhe und Tiefe
nur— keine Mitte, keinen Kern.
Er weiß das am
beſten ſelbſt und hält mit ſeiner Sammlung Lieder
zurück.
Die ſogenannte ſchwäbiſche Schule bietet we⸗ nig Erfreuliches; Großes, außer Uhland, ihrem unfreiwilligen Gründer, nichts. Juſtinus Kerner und Carl Meyer ſingen ſchöne gemüthliche Lieder und zeichnen niedliche Naturſtizzen; bedeutende Com⸗
poſitionen fehlen.
Guſtav Schwab ſpinnt, wie die Seeleute ſa⸗ gen, ſeine Geſchichten— ſogenannte Balladen und Romanzen— recht behaglich ab und ſie werden in der poetiſchen Kinderſtube immer willkommene Ammen⸗
märchen ſein.
Im Weſten lebt ein Mann, der um einen guten Kopf aus der Menge hervorgukt, Immermann; ihm fehlt zum Dichter nichts als die Fähigkeit, alles Andere aber hat er reichlich: Verſtand, Witz, Geiſt, Beobachtungſinn und Gewalt des Ausdrucks; macht er ſich einmal an den Roman, ſo wird er— zwar
kalt laſſen das Herz wie in ſeinen dramatiſchen Ver⸗


