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trennt; aber die Blume deines Schmerzes wird in meiner Erinnerung nie verwelken: lebe wohl!—
Gegen Mittag beſuchte er das literariſche Kaffe⸗ haus. Nicolaus begrüßte ihn nicht kalt aber et⸗ was zurückhaltend.
Wir haben uns lange nicht geſehen, redete er ihn an; ich glaube, ſetzte er lächelnd hinzu, wir ſahen uns nicht ſeit Ihrer kritiſchen Abhandlung über meine Gedichte.
Carl wollte ausweichen und ſagte, daß ihn man⸗ cherlei Arbeiten und Verhältniſſe verhindert hätten, das Cafe zu beſuchen und daß er ſchon in wenigen Tagen ſeine kleine Reiſe nach Italien anzutreten geſonnen ſei.
Nicolaus, von Humor geſtachelt, entgegnete: Dies Alles ſoll Sie nicht abhalten, Ihre Kritik unter Dach und mich zur Ueberzeugung zu bringen, daß zwei Dichter nicht Freunde ſein oder vielmehr bleiben können; bauen Sie denn weiter am Gerüſte Ihrer Hipotheſe, aber ohne ſich zu verſteigen und laſſen Sie uns dann den friſchen jungen Baum der Erkenntniß darauf pflanzen mit einem hübſchen Lehrſpruche.
Sie hätten wohl ſelbſt inzwiſchen, meinte Carl, etwas frappirt durch dieſen Ton, das Haus decken und ein paar Verſe an den Baum hängen können zur Nutzanwendung für die Bewohner.


