Metrik raſch bekannt. Sie arbeitete hierin raſtlos und hatte alsbald die Technik in ihrer Gewalt. Im Ue⸗ brigen war ſie ſtill, in ſich gekehrt und harrte mit Sehnſucht dem Augenblicke entgegen, der ihr neues Daſein eröffnen ſollte. Ihre Zärtlichkeit gegen Carl war die einer Schweſter und ſie war ſeiner Bruder— liebe gewiß. Von ſeiner nahen Reiſe nach Italien wußte ſie nichts. Am 1. September wollte er auf⸗ brechen und dahin waren nur noch acht Tage. Wegen ihrer Anſtellung als Erzieherin waren alle thunlichen Anſtalten getroffen und er ſcheute darin weder Zeit noch Mühe. Außerdem hatte er der Mutter, die ihm eines Tages ihre Geldverlegenheit klagte, eine kleine Summe übergeben, die hinreichend war, die Bedürf⸗ niſſe des Hauſes für längere Zeit zu decken. Clary wußte hiervon nichts, wenigſtens nichts durch ihn; ihre Geſpräche waren Unterricht⸗Geben und Empfangen, nichts mehr, nichts weniger.
Madame* jedoch ſah hierin mehr, wollte darin mehr ſehen und richtete ſich danach ein. Sie ging ſo weit, ihn da und dort als Bräutigam ihrer Tochter zu nennen. Anfangs— es ward ihm mitgetheilt— lächelte er dazu; als ſich aber das Geſpräch verſtärkte, ſtellte er dieſe intriguante Frau darüber ſehr ernſt zur Rede. Es geſchah dies in Clary's Abweſenheit.


