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und ihn nur aus einer Ecke des Salons ſchweigend betrachtet hatte.
Die allgemeine Stimmung, ohnedies ſchon eine ſehr heitere, erhöhte ſich ſchnell durch den Genuß der köſtlichen Speiſen und Weine und ſelbſt Carl fühlte ſich aufgeregt und ließ ſich von dem ſchönen Augenblicke lenken; er ſtreifte die ſchlichte Hülle ſeines Ernſtes von ſich ab und machte von den Mitteln, die ihm Geiſt und Phantaſie boten, ſo ſchönen Gebrauch, daß er bald die ganze Unterhaltung beherrſchte, ohne irgend je⸗ mand ſeine Ueberlegenheit fühlen zu laſſen: eine g ge⸗ ſellige Kunſt, die ſehr viel Natürlichkeit erfordert und ſo ſelten iſt wie dieſe.
Bevor man ſich ſetzte, hatte ihn die Frau vom Hauſe der jungen Gräfin vorgeſtellt, neben der er nun ſaß, gegenüber dem Hofſchauſpieler, der ihm von Zeit und Zeit ein bedeutendes Lächeln zuſchickte.
Es wurde Champagner ſervirt und die Geſundheit des Feſtgebers ausgebracht. Hierauf rief dieſer:
Dem Dichter und nunmehrigen Freunde meines Hauſes!
Mehrere Toaſte folgten und der flüchtige Geiſt die⸗ ſes magiſch wirkenden Weines belebte alles wunderſam.
Carl fand Muße genug, die intereſſante junge
Dame neben ſich aufmerkſam zu betrachten, deren Dichterleben. 2


