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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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III. Ein ſchöner Abend.

Für ein improviſirtes Vergnügen iſt die feine Welt immer dankbar, wenigſtens ſo lange daſſelbe währt; wer ihre angeſtammte und unverſöhnliche Feindin, die Langeweile, einen Augenblick glücklich bekämpft, wird von ihrem Beifallslächeln decorirt.

Unſer junge Dichter war in dieſem Falle, und die glänzende Geſellſchaft empfing ihn mit lauten und zum Theile wirklich herzlichen Acclamationen. Die Herren drückten ihm die Hände, die Damen muſterten ihn wohlgefällig durch die Lorgnette; der Herr vom Hauſe umarmte ihn gerührt und ſelbſt die junge hübſche Stiefmutter ſagte ihm etwas Verbindliches.

Man hatte mit dem Souper auf ihn gewartet und es ging nun zur Tafel.

Carl kam neben der reizenden Gräfin Julie von? zu ſitzen, die ſich ihm bisher nicht genähert

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