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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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ſelbſt die Stiefmutter hat geweint und ſie war es, die unſren Franz in die Arme des Vaters geführt, der dabei ſchluchzte wie ein Kind. Die ganze Geſellſchaft war elektriſirt und wir mußten, von ihr aufgefordert, zu Ihnen, um Sie ſogleich hinzubringen, ſelbſt wenn Sie ſchon geſchlafen hätten. Man will Sie ſehen und Ihnen für den ſchönen, reinen Genuß danken. Gräfin Julie vor Allen; ſie iſt außer ſich vor Entzücken, obwohl ſie eine Franzöſin iſt und deutſch, wenn gleich ſehr gut, nur als erlernte Sprache ſpricht. Sie ſind noch in den Kleidern, deſto beſſer; kommen Sie denn, die Palme dieſes herrlichen Abends, den Sie ge⸗ ſchaffen, alsbald zu empfangen; nicht wahr, Sie folgen uns?

Ja, Du mußt mit, Carl, rief Franz aus: komm, ich beſchwöre Dich!

Nicht gerne, ſagte Carl verlegen; Du meinſt es gut, lieber Freund; aber Sie, mein Herr, müſſen fühlen, daß es nicht wohl angeht. Auch hat Franz den Erfolg wohl nur Ihrem meiſterlichen Vortrage zu danken

Gehorſamer Diener, verſetzte der Schauſpieler: 's iſt wahr, ich ſprach das Gedicht gerührt, be⸗ geiſtert; allein mich rührten und begeiſterten doch nur die ſchönen Gedanken und ergreifenden Wendungen;