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Dichterleben aus unserer Zeit : Novelle / von Jean Charles
Entstehung
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gegen den die Welt bei aller Achtung immer eine ge⸗ wiſſe Scheu hegt. Natürlich; er ſpricht nicht ihre Sprache ſondern die einer fernen Welt, erzählt von andren Sitten nnd reineren Leidenſchaften und tadelt wohl ſogar hie und da die angewöhnten, heimiſchen Gebräuche und Verhältniſſe. Es wird nicht eher beſſer werden hierin, als bis die Kunſt, mit der Natur wieder eins geworden, die Sprache des Augenblicks ſpricht oder vielmehr ihm die ihrige ſo geläufig macht, daß er in derſelben denken kann und ſie nicht erſt in ſeine überſetzen muß. Die Dichter haben ſich zu weit von der Natur entfernt, vor Allen Schiller; ein Schritt zurück iſt hier ein Vorſchritt.

In dieſem Selbſtgeſpräche unterbrach ihn ein Ge⸗ räuſch vor dem Hauſe. Er vernahm Männerſtimmen und hörte die Thorglocke heftig ziehen. Es ward ge⸗ öffnet, haſtige Schritte erſchollen auf der Treppe und im nächſten Augenblicke ſtürzten zur Thüre herein und freudeſtrahlenden Blicks auf ihn zu Franz und der Hofſchauſpieler.

Es iſt gelungen, rief dieſer, Carl's Hand ſchüttelnd, während ihm Franz weinend um den Hals fiel:und Alles iſt gut! Ihr treffliches Gedicht, Herr von*, hat mehr als furore gemacht, es hat zu Thränen und die Herzen an einander hingeriſſen;