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tigkeit ihrer Jugend, glanzvoller als der Schmuck von Edelſteinen, der ſie um⸗ ſtrahlte, verlieh bei dieſer Gelegenheit ihrer Schoͤnheit eine ſo unwiderſtehliche, anzie⸗ hende Kraft, daß der junge Fuͤrſt, der vor ihr kniete, um den Preis ſeines Sieges im Ringſtechen aus ihren Haͤnden zu em⸗ pfangen, davon geblendet wurde, und Beide einige Augenblicke in eine Art von Unempfindlichkeit verſanken. Doch der Herzog, welcher leichter Faſſung zu er⸗ zwingen verſtand, zog ſich, nachdem er
der Fuͤrſtin mit Worten ſeine Huldigungen dargebracht hatte, die mit dem ſchoͤnen Feuer, das ſie in ſeinem Herzen entzuͤndete, im Einklange ſtanden, aus dem Gewuhle zuruͤck, und uͤberließ ſich den Betrachtun⸗ gen, wodurch die erſte Neigung der Art gewoͤhnlich ihre Wirkung aͤußert.
Mit dem Vorſatze, der keimenden Liebe Widerſtand zu leiſten, rief er das Beiſpiel aller großen Maͤnner der Vorzeit, deren


