Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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dieſem ruhigen töte--töte wohl ſein zu laſſen, ob⸗ gleich der Schatten des nächſten Morgenſchnellzugs, der ihn nach London hinwegführen ſollte, finſter über den Pfad ſeiner Freude hereinragte. Er konnte nicht umhin, ſich glücklich in ihrer Gegenwart zu fühlen, uneingedenk der Vergangenheit, ſorglos we⸗ gen der Zukunft.

Sie ſprachen von dem einen Gegenſtand, der immer ein Band der Vereinigung zwiſchen ihnen bildete. Sie ſprachen von ihrem verlornen Bruder Georg. Sie äußerte ſich über ihn dieſen Abend in ſehr melancholiſchem Ton. Wie konnte ſie anders als traurig ſein, bei der Vorſtellung, daß, wenn er noch lebte— und ſie war nicht einmal deſſen ge⸗ wiß— er ein einſamer Wanderer war, fern von Allen, die ihn liebten, und das Andenken eines ver⸗ dorbenen Weibes, wohin er ging, mit ſich tragend. So ſprach ſie von ihm in der Stille der Abend⸗ dämmerung, und dabei hatte ſie die Hände zuſam⸗ mengelegt und Thränen zitterten in ihren Augen.

„Ich begreife gar nicht, wie Papa bei meines armen Bruders Abweſenheit ſo reſignirt ſein kann,“ ſagte ſie,„denn er liebt ihn, Mr. Audley; ſelbſt Sie müſſen in der lezten Zeit geſehen haben, daß er ihn wirklich liebt. Aber ich begreife gar nicht, wie er ſich ſo gelaſſen in deſſen Abweſenheit fügen kann. Wäre ich ein Mann, ich ginge nach Auſtralien und ſuchte ihn auf und brächte ihn zurück; wenn er anders noch unter den Lebenden zu finden wäre,“ ſezte ſie mit leiſer Stimme hinzu.

Sie wandte ſich von Robert ab und blickte nach dem dunkler werdenden Horizont. Er legte ſeine