Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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ſtückstiſche Plaz, ohne ſich des Morgens zu erinnern, an welchem er zuerſt in dieſem Zimmer geſeſſen war, und ſeines Freundes Geſchichte, haßerfüllt gegen Klara Talboys wegen ihrer kalten Selbſtbeherrſchung, erzählt hatte.

Er kannte ſie jezt beſſer und wußte, daß ſie eine der edelſten und ſchönſten Frauen war. Aber hatte ſie ſchon entdeckt, wie theuer ſie ihres Bruders Freund war? Robert fragte ſich verwundert oft ſelbſt, wie es möglich wäre, daß er ſich noch nicht verrathen hatte; wie es möglich wäre, daß die Liebe, welche ſchon ihre Gegenwart zu einem magiſchen Zauber für ihn machte, ſich nicht durch einen unvorſichtigen Blick, ein unbewußtes Zittern in der Stimme, welche, wenn er ſie anredete, einen andern Ton anzunehmen ſchien, kund gegeben hatte.

Das einförmige Leben in dem viereckigen Hauſe erhielt nur dann und wann durch ein ſteifes Diner, bei welchem einige Leute vom Lande beiſammen wa⸗ ren, um ſich nach gegenſeitiger Uebereinkunft zu lang⸗ weilen, einige Abwechslung; ſo wie durch gelegen⸗ heitliche Einfälle von Morgenbeſuchern, welche zum höchſten Mißvergnügen von Mr. Audley den Salon mit Sturm einnahmen und etwa eine Stunde be⸗ haupteten. Dieſer Gentleman nährte beſonders übel⸗ wollende Gefühle in Bezug auf friſchausſehende Land⸗ ſquires, welche gewöhnlich mit ihren Mamas und Schweſtern bei ſolchen Veranlaſſungen ſich einfanden.

Es war natürlich eine Unmöglichkeit, daß dieſe jungen Männer in den Radius von Klara's braunen Augen gelangen konnten, ohne ſich auf's Heftigſte in ſie zu verlieben; und es war folglich eine Unmög⸗